OTTO BUCHEGGER ERZÄHLT

In Deutschland ist Snooker durch einen einzigen TV-Moderator bekannt geworden. Der Trick war, die Regeln so oft zu erklären, dass Menschen, die gezappt haben, früher oder später den Reiz dieses faszinierenden Spiels erkannt haben und in den Bann gezogen wurden. Dies ist alles so clever geschehen, dass inzwischen viele Deutsche gerne beim Snooker zuschauen und auch versuchen, es selbst zu spielen. Nur durch Zuschauen oder Beobachten alleine wäre dies nicht gelungen. Auch Werbung oder Missionierung hätten dies nicht geschafft. Aber ein sympathischer, unaufdringlicher Sportjournalist hat mit viel Ausdauer und Wissen hier einen echten Wandel erreicht.

Warum ich so gerne Snooker (auf Eurosport) schaue

Ich kenne die wichtigsten Regeln.

Es gibt immer einen Sieger (und kein Unentschieden).

Es ist ein nobler Sport.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Jeder kann teilnehmen, es zählt nur das Können.

Zeit spielt keine Rolle.

Man kann meist problemlos aussteigen, wenn es nicht mehr weitergeht.

Im Spielverlauf wechseln sich verschiedene Abschnitte ab.

Schon ein Fehler kann zum Frameverlust führen.

Auch wer weit hinten liegt kann noch aufholen.

Es ist möglich, den Gegner zu Fehlern zu zwingen (zu snookern).

Die Ergebnisse sind bis zum Schluss nicht voraussagbar.

Mentale Stärke ist sehr wichtig.

Es braucht keine Kommentare, um das Spiel zu genießen.

Es ist ein internationaler Sport.

Die Taktiken beim Snooker können auf andere Bereiche übertragen werden:

Nun ist Snooker zwar eine Bereicherung, aber es gibt so viele andere Gebiete, die wesentlich wichtiger sind und in denen Deutschland immer noch oder schon wieder Entwicklungsland ist und die erschlossen werden sollten. Ein Bereich, der mir am Herzen liegt, ist die Wirtschaft. Einige haben sich hier versucht, z.B. Frank Lehmann oder früher Friedhelm Busch, aber sie haben zuwenig Raum in den Medien für mehr Backgroundinformationen bekommen. Markus Koch hat mit viel Lebendigkeit versucht, den US Kapitalismus zu erklären, aber erwar noch zu jung, um genügend Glaubwürdigkeit zu haben. Was uns in Deutschland fehlt, ist eine Figur wie Warren Buffet, einer der reichsten Männer der Welt und trotzdem einer, der sich nicht versteckt und der sein Wissen auch vermittelt.

Denn die Spannung, die in der Wirtschaft liegt, kann man nur verstehen, wenn man einiges darüber weiß. Da wirtschaftliche Zusammenhänge sehr komplex sein können, wird man nicht nur mit Entertainment Wissen anhäufen können. Es wird eine Mischung aus akademischem Wissen, Erfolgsrezepten der Praxis, Verständnis für Zyklen, aber auch Offenheit für Neues sein, die die Menschen ansprechen. Die Regeln sind komplizierter als beim Snooker, aber es gibt genügend bewährte davon, dass man nicht nur spekulieren muss, was passieren wird. Man muss mehr als Tagesberichte und Entertainment bieten, denn sonst überlässt man dieses wichtige Feld den Populisten der Politik.

Bei vielen Deutschen wird es vergebliche Mühe sein, sie in Wirtschaftsfragen weiterzubilden. Aber bei Kindern und Jugendlichen würde gut aufbereitetes Wissen, z.B. in Form von Spielen, hier wenigstens in Zukunft die Deutschen wieder auf einen Normalstand bringen. Das was wir heute dazu hören, ist zu wenig, zu schlecht, zu ideologisch, veraltet, mit einem Wort ungenügend, genau so wie das Wissen der meisten Lehrer zu diesem Thema an den Schulen und lässt uns auf Dauer nicht im globalen Wettbewerb bestehen.

 

 

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