OTTO BUCHEGGER ERZÄHLT

Sie gehören zu meinen beliebtesten Entscheidungs- und Denkhilfen. Sie sind einfach und ziemlich universell anzuwenden und bringen schnell Klarheit in komplizierte Fragstellungen.

Matrixdiagramme sind eng mit Tabellen verwandt, die sicher jeder von uns kennt. Hier spreche ich nur von ganz einfachen Matrizen (das ist die Mehrzahl von Matrix) mit vier Elementen, genannt Quadranten oder Felder. Der Einfachheit nenne ich sie auch Fenster, weil ihre grafische Darstellung an ein Fenster mit Fensterkreuz erinnert.

Quadrant 1

Quadrant 3

Quadrant 2

Quadrant 4

Wer die Praxilogie gelesen hat, weiß, dass ich dort mehrfach diese Darstellung gewählt habe. Eines der bekanntesten Fenster ist das Johari-Fenster. Mit ihm habe ich auch zuerst diese Darstellung gesehen.

Wegen der  Beschriftung braucht man eine Tabelle mit mehr als den 4 Feldern und ich werde für meine Beispiele immer das gleiche, folgende Muster verwenden:

Name
Sinn
Zweck
Frage

Dimension A

Hoch

Niedrig

B Hoch

Quadrant 1

Quadrant 3

Niedrig

Quadrant 2

Quadrant 4

In dieser allgemeinen Form sieht die Matrix, unser Fenster etwas abstrakt aus, deshalb sind einige Beispiele zur Veranschaulichung nützlich.

Erstes Beispiel ein Fenster zur Frage, wie man Kindern Risikomanagement beibringt.  Dimension A ist der Einsatz, Dimension B der mögliche Gewinn dabei.

Wann soll man etwas riskieren?

A ... Der Einsatz ist

Hoch

Niedrig

B ...

Ge-
winn

Hoch

Nur, wenn man sich
gut auskennt!

Ja, sicher!

Niedrig

Nein, lass es!

Warum nicht
einmal versuchen?

Obwohl die Fragestellung und das Thema komplex sind, hat man mit einem Fenster-Diagramm ein einfaches Hilfsmittel zum Diskutieren eines Problems. Sicherlich sind in der Praxis die Werte für A und B nicht immer nur binär, z.B. "Hoch" oder "Niedrig" oder gar "Ja" oder "Nein". Aber gerade diese Vereinfachung hilft beim Denken. Die Zwischenstufen kann man dann später dazufügen!

Zweites Beispiel: Die Antwort auf die Frage, was wichtiger für den Erfolg ist, Talent oder Fleiß?

Erfolg

A ... Talent

Hoch

Niedrig

B ...

Fleiß

Hoch

Ja, ziemlich sicher

Ja, wo es keine
Konkurrenz gibt

Niedrig

Wenn man
Glück hat

Sehr Unwahrscheinlich

Ich denke, die Grundidee der Fenster-Diagramme oder wenn man mehrere Fälle einführt, der Matrix-Diagramme, ist somit klar. Die Kunst in der Praxis ist es, die zwei - im Idealfall von einander unabhängigen - Dimensionen und die richtigen Antworten für die 4 Quadranten zu finden. Aber auch hier macht Übung den Meister und wer früh dieses simple Hilfsmittel gelernt hat, wird bald damit gut umgehen können!

 

 

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